Normalerweise werden in unserem Gehirn ständig Reize und Informationen zwischen den Nervenzellen weiter geleitet. Dies erfolgt innerhalb einer Nervenzelle „elektrisch“. Muss die Information oder der Reiz aber von einer Nervenzelle zur benachbarten weitergeleitet werden, so passiert das über Botenstoffe, die so genannten Neurotransmitter. Bei der Epilepsie kommt es plötzlich zu spontanen „Entladungen“ der Nervenzellen, ähnlich wie bei einem Gewitter. Dadurch verschiebt sich das Gleichgewicht der Neurotransmitter. Die Weiterleitung der Informationen und Reize ist gestört: Es kommt zum epileptischen Anfall. Die Epilepsie ist also keine Geisteskrankheit und hat auch nichts mit einer Gemütserkrankung zu tun. Die Ursachen für die Entstehung einer Epilepsie sind bis heute schwer definierbar. Sie kann genetisch bedingt sein, aber auch Stoffwechselerkrankungen, Infektionen und Tumore im Gehirnbereich sowie Durchblutungsstörungen können beispielsweise eine Rolle spielen.
Folgende Symptome können bei einem epileptischen Anfall auftreten:
Bewusstseinsstörungen in Form von Bewusstseinstrübungen
Abnorme motorische Erscheinungen
Je nach Art des Anfalls unterscheidet der Arzt zwischen 3 Varianten:
Jede antiepileptische Therapie hat 3 Ziele: Reduzierung der Anfallshäufigkeit, Verminderung der Anfallstärke, Verbesserung der Lebensqualität. Die Behandlung ist abhängig von der Art der Epilepsie und erfolgt auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Es stehen eine Reihe Medikamente zur Verfügung, die entweder allein oder in Kombination eingesetzt werden. Um weiteren Anfällen vorzubeugen, ist es wichtig, dass die Dosierungsrichtlinien des Arztes genau eingehalten werden.