UCB : Hirnleistungsstörungen – wenn Gedächtnis und Konzentration nachlassen
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Hirnleistungsstörungen – wenn Gedächtnis und Konzentration nachlassen

Einmal etwas zu vergessen ist menschlich und passiert jedem sicher ab und zu. Wenn es Ihnen jedoch zunehmend schwerer fällt, sich an langjährig bekannte Telefonnummern oder Namen zu erinnern, Sie häufig vergessen, wo Sie z. B. Ihre Brille oder Ihren Hausschlüssel hin gelegt haben oder Ihre Konzentration nachlässt, können das Zeichen für eine nachlassende geistige Spannkraft sein. Denn das Gehirn unterliegt wie alle anderen Organe auch einem Verschleißprozess, der mit dem Alter voranschreitet. Zunehmende Vergesslichkeit oder Konzentrationsstörungen müssen also nicht zwangsläufig auf eine bestehende Krankheit hinweisen. Bei anhaltenden Symptomen ist es aber trotzdem wichtig, diese mit Ihrem Arzt zu besprechen, um eine schwerwiegendere Erkrankung auszuschließen, bzw. diese rasch behandeln zu können.

Die nachfolgenden Fragen können Ihnen dabei helfen, dass Problem einzuordnen.

  • Haben Sie öfter Schwierigkeiten beim Wiederfinden von persönlichen Gegenständen?
  • Vergessen Sie manchmal wichtige Termine oder Verabredungen?
  • Fällt es Ihnen schwer, wichtige Entscheidungen zu treffen?
  • Entfallen Ihnen manchmal Telefonnummern, die Sie häufig wählen und daher auswendig wussten?
  • Können Sie gewohnte Tätigkeiten im Haushalt oder Beruf nicht mehr ausüben?
  • Haben Sie Probleme beim Zurechtfinden in vertrauter Ungebung?

Wenn Sie dreimal oder öfter mit „Ja“ geantwortet haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Formen der Hirnleistungsstörungen

Wie eingangs erwähnt kann es sich bei Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen um den ganz natürlichen Alterungsprozess handeln. Es ist aber auch möglich, dass Sie unter einer beginnenden Demenz leiden. Als häufigste Ursachen können dafür die Alzheimer Erkrankung und Durchblutungsstörungen in Frage kommen. Bei der Alzheimer-Erkrankung verändern sich die Gehirnzellen, ihre Funktionsfähigkeit lässt nach, die Zellen sterben schließlich ab. Die Krankheit verläuft zunächst schleichend, ist aber im Zeitverlauf durch zunehmendes Fortschreiten gekennzeichnet. Liegen der Demenz Durchblutungsstörungen zugrunde, werden die Gehirnzellen durch chronischen Sauerstoff- und Nährstoffmangel im Gehirn geschädigt. Schuld daran sind Gefäßverengungen oder Verschlüsse der Gefäße. Der Verlauf ist meist schrittweise, kann sich aber auch abrupt verschlechtern

Behandlung der Hirnleistungsstörungen

Die Behandlung setzt sich häufig aus mehreren Komponenten zusammen: Medikamenten, Bewegung, Gedächtnistraining, Ernährung. Die Medikamente können den Krankheitsverlauf aufhalten und die Schwere der Symptome lindern. Deshalb ist es wichtig, schon früh mit einer medikamentösen Behandlung zu beginnen. Je nach Art der Hirnleistungsstörung werden unterschiedliche Medikamentengruppen eingesetzt. Regelmäßige Bewegung, z. B. Wandern oder Radfahren, hilft den Kreislauf und die Blutversorgung des Gehirns zu verbessern. Das Gedächtnistraining ist Jogging für´s Gehirn. Durch systematisches Trainieren von Gedächtnis und Konzentration mit z. B. Kreuzworträtseln, Rechenaufgaben oder Memory-Spielen kann der Abbauprozess der Gedächtnisleistung aufgehalten werden. Eine ausgewogenen Ernährung und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (1,5-2 l/Tag) können ebenfalls dabei helfen, die Gehirntätigkeit zu unterstützen.

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