UCB : Husten – wenn die Atemwege sich befreien
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Husten – wenn die Atemwege sich befreien

Husten ist eine natürliche Reaktion der Atemwege, aber auch ein Krankheitssymptom. Er dient dazu, eingeatmete Fremdstoffe, Krankheitserreger und Schleimansammlungen aus dem Bronchialsystem zu befördern. Dies geschieht mit enormem Druck: Bei einem explosionsartigen Hustenstoß können Geschwindigkeiten von bis zu 900 km/h erreicht werden.
Als Krankheitssymptom tritt Husten am häufigsten bei viralen Infekten, wie Erkältungen und Bronchitis auf. Er kann aber auch allergisch bedingt sein.

Es lassen sich zwei Hustenarten unterscheiden: der trockene Reizhusten und der produktive Schleimhusten.
Im ersten Stadium der Erkältung oder einer akuten Bronchitis kommt es zum trockenen Reizhusten. Die Bronchien sind entzündet. Dadurch trocknen die Schleimhäute aus. Die Folge: Die Hustenrezeptoren sind empfindlich und man muss ständig husten, vor allem nachts. Der trockene Reizhusten hält etwa 2-3 Tage an, dann setzt die Schleimbildung ein. Dabei wird zunächst ein zähes Sekret gebildet, welches aber im Krankheitsverlauf flüssiger wird. Dieser Schleim wird als so genannter „Auswurf“ abgehustet.

Ausgereizt – Ruhe vor dem Husten

Um den Körper im Kampf gegen den Infekt zu unterstützen, ist es wichtig die körpereigenen Kräfte zu bewahren. Je nach Stärke des Hustens und der daraus resultierenden Belastung (wie z. B. schlechter Schlaf), kann es sinnvoll sein, den Hustenreiz zu unterdrücken. Dies geschieht mit „Hustenstillern“ wie beispielsweise Sedotussin® Hustenstiller, den man sich selbst in der Apotheke kaufen kann. Es gibt aber auch Präparate, die nur vom Arzt verschrieben werden.

Gut gelöst – Schluss mit dem Schleim

Je flüssiger der Schleim ist, desto besser kann er abgehustet werden. Das Husten kostet nicht mehr so viel Kraft und die Atemwege werden schneller wieder frei. Dieser körpereigene Prozess kann durch „Schleimlöser“ beschleunigt werden. Auch hier bieten sich pflanzliche und synthetische Alternativen, die man sich, bis auf wenige verschreibungspflichtige Präparate, selbst in der Apotheke kaufen kann. Einige der pflanzlichen Präparate, wie z. B. Sedotussin® Efeu, lösen nicht nur den Schleim, sondern wirken zusätzlich noch entkrampfend. Wichtig bei all diesen Produkten zur Schleimlösung ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Und nicht vergessen: Hustenstiller und Schleimlöser nicht gleichzeitig einnehmen, da sonst der gelöste Schleim nicht richtig abgehustet werden kann.

Genug gehustet – Unterstützendes für freie Bronchien

Inhalieren Sie regelmäßig.

Das Inhalieren befeuchtet die gereizten Atemwege, festsitzender Schleim wird gelöst. Für eine zusätzliche antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung eignen sich pflanzliche Zusätze, wie beispielsweise Kamillenblüten, die entweder pur, als Öl oder Extrakt zugefügt werden können. Vorsicht jedoch bei Allergien gegen Korbblüter – lassen Sie sich in diesem Fall am besten von Ihrem Apotheker über andere Zusätze beraten.

  • Inhalieren Sie nicht länger als 10 bis 15 Minuten und achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist.
  • Bleiben Sie nach dem Inhalieren noch eine zeitlang im Haus und gönnen Sie Ihrem Körper die nötige Ruhe.
  • Keine ätherischen Öle zur Inhalation bei Kleinkindern verwenden. Besser sind Kochsalzlösungen.

Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Je mehr Sie trinken, desto besser kann sich der Schleim verflüssigen. Das gilt auch, wenn Sie Schleimlöser einnehmen.

  • Trinken Sie Husten- oder Erkältungstees. Diese helfen bei der Verflüssigung des Schleims und haben ebenfalls entzündungshemmende oder antibakterielle Effekte. Lassen sie sich von Ihrem Apotheker beraten, welcher Tee für Sie geeignet ist.

Schützen Sie Ihre Atemwege.

  • Schonen Sie Ihre ohnehin strapazierten Atemwege durch einfache Zusatzmaßnahmen. So erleichtern Sie dem körpereigenen Abwehrsystem die Arbeit.
  • Lutschen Sie Hustenbonbons. Das befeuchtet den Hals und hat je nach Inhaltsstoff noch zusätzliche positive Auswirkung auf den Heilungserfolg.
  • Meiden Sie Tabakrauch, um Ihre Bronchien nicht noch mehr zu strapazieren.
  • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit bei sich zuhause. Stellen Sie z. B. Gefäße mit Wasser auf die Heizung.

Stärken Sie Ihr Immunsystem.

  • Schonen Sie sich und sorgen Sie für ausreichenden Schlaf, um die körpereigene Abwehr zu unterstützen.
  • Ernähren Sie sich vitamin- und mineralstoffreich. Empfehlenswert ist eine leichte Kost, um den Körper nicht durch zusätzlich belastende Verdauungsvorgänge zu strapazieren.

Wichtiger Hinweis:

Es handelt sich hier um gängige Tipps. Aber in bestimmten Fällen können diese Empfehlungen nicht ausreichen. Wenn Sie sich unsicher fühlen, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Auf Nummer Sicher gehen – Zeit für den Arztbesuch

Bei folgenden Bedingungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

  • Erschwerte Atmung
  • Husten hält trotz Behandlung länger als 10 Tage an
  • Eitriger oder blutiger Auswurf
  • Hohes Fieber und schlechter Allgemeinzustand

Folgende Personengruppen können durch die Erkrankung selbst, aber auch durch ihre Behandlung gefährdet sein: Schwangere und Stillende, Kleinkinder und Säuglinge, aber auch Allergiker und Diabetiker. Für sie ist es ratsam, direkt einen Arzt aufzusuchen.

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